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SStrom ist knapp, deswegen soll die nationale Strominfrastruktur entlastet werden – in Südafrika ist "Load Shedding" mittlerweile zu einem alltäglichen Begriff geworden.

Das Phänomen Load Shedding, zu deutsch: Lastabwurf, bezieht sich auf die geplante, vorübergehende Abschaltung der Stromversorgung in bestimmten Gebieten. Die Abschaltung folgt einem festgelegten Zeitplan – derzeit dreimal täglich für bis zu 4,5 Stunden, je nach Einordnung in einem Stufensystem von 1 bis 8. Abwechselnd werden dabei ganze Regionen oder Stadtteile vom Stromnetz genommen. So will der staatliche Stromkonzern Eskom, der für den Großteil der Energieversorgung in Südafrika verantwortlich ist, einen vollständigen Blackout auf Grund einer Überlastung des Stromnetzes verhindern.

Hintergrund des Load Sheddings

Im Jahr 2008 wurde Load Shedding in Südafrika erstmals wegen starker Energieengpässe eingeführt. Es gibt mehrere Faktoren, die zu den Ursachen der Ausfälle beitragen. Einer der Hauptgründe ist der Mangel an ausreichender Stromerzeugungskapazität. Zudem führen ungeplante Wartungsarbeiten und Verzögerungen bei der Modernisierung von maroden Kraftwerken und dem Ausbau erneuerbarer Energien zu Problemen. Noch bis mindestens März 2024 soll es solche geplanten Stromabschaltungen geben.

Die Suche nach Lösungen

Die südafrikanische Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um das Problem der Energieknappheit und des deshalb nötigen Load Sheddings anzugehen. Dazu gehören Investitionen in die Erweiterung der Stromerzeugungskapazität, die Modernisierung von Kraftwerken und die Förderung erneuerbarer Energien. Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen nehmen die Sache selbst in die Hand und investieren in erneuerbare Energien. Der Verkauf von Solaranlagen steigt, auch Generatoren sind in Südafrika sehr gefragt.

Was bedeutet Load Shedding für deinen Südafrika-Urlaub?

Hotels, Gasthäuser und andere Unterkünfte haben in der Regel Notstromgeneratoren, um ihren Gästen während des Load Sheddings weiterhin Strom zur Verfügung zu stellen. Auch Tankstellen, Supermärkte und Restaurants verfügen oft über eigene Generatoren und sind deshalb keinen Einschränkungen unterworfen. Allerdings kann es sein, dass kleinere Geschäfte oder Cafés während des Load Sheddings nicht alle Dienste anbieten können. Beachten solltest du außerdem, dass das Internet zu Zeiten von Load Shedding nicht verfügbar sein kann.

Im Straßenverkehr kann es vorkommen, dass Ampeln nicht funktionieren. In solchen Fällen tritt an Kreuzungen die Regel des "4-way stop" in Kraft. Dies bedeutet, dass das Fahrzeug, das zuerst an der Kreuzung ankommt, immer Vorfahrt hat.

So kannst du dich auf Load Shedding in deinem Urlaub vorbereiten

In deinem Südafrika-Urlaub solltest du dich über die geplanten Load Shedding-Zeiten informieren und deine Aktivitäten entsprechend planen. Auf der Website von Eskom oder in der App "EskomSePush" findest du die geplanten Zeiträume für deinen Standort. Über die App bekommst du etwa eine Stunde vor der geplanten Stromabschaltung eine Benachrichtigung und wirst auch über eventuelle Änderungen informiert. Dies ist besonders relevant, wenn du in einem Ferienhaus unterkommst, in denen es in den meisten Fällen keinen Generator gibt. In so gut wie jeder Unterkunft in Südafrika findest du wiederaufladbare Lampen. Es ist also nicht nötig, Taschenlampen von zu Hause mitzubringen.

 

Hier kannst du prüfen, wann Load Shedding in deinem Urlaubsgebiet in Südafrika geplant ist, und findest weitere Informationen: https://loadshedding.eskom.co.za/

 

Grundsätzlich gilt: Load Shedding kann frustrierend sein – für die Südafrikaner*innen ist es mittlerweile Alltag geworden. Als Urlauber wirst du durch die geplanten Blackouts vermutlich eher wenig eingeschränkt. Trotzdem ist es ratsam, zu versuchen, geduldig zu bleiben und flexibel zu planen. Vorsorglich das Handy zu laden und eine Powerbank bei dir zu tragen, ist zudem immer eine gute Idee.

 

Südafrika in den sozialen Medien